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Gemeinsam für den Prebersee

Veröffentlichungsdatum13.08.2026Lesedauer2 Minuten

Die schmalblättrige Wasserpest hat sich in den vergangenen zwei Jahren im Prebersee ausgebreitet und dichte Unterwasserbestände gebildet. Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit den derzeit günstigen Wachstumsbedingungen, insbesondere den warmen Wassertemperaturen und der intensiven Sonneneinstrahlung. Seit 1984 werden regelmäßig Wasserproben im Prebersee durch Experten vom Land Salzburg genommen. Diese belegen deutlich, dass eine erhebliche Klimaveränderung feststellbar ist. Die schnell wachsende Wasserpest kann heimische Pflanzen verdrängen, Lebensräume für Tiere verändern sowie die ökologische Balance eines Gewässers beeinträchtigen. Ziel aller Beteiligten ist es daher, pragmatisch vorzugehen und durch geeignete, umweltschonende Maßnahmen den wertvollen Naturraum Prebersee langfristig zu erhalten. 


Folgende Maßnahmen wurden erarbeitet und werden umgesetzt:

  • Aussetzen des Fischbesatzes im Prebersee
  • Errichtung von vier Messstellen im Prebersee – laufende Messung von Sauerstoffgehalt und Temperatur im See
  • Entnahme Wasserpest-Pflanzen als Probelauf auf einer Versuchsfläche heuer im August – dient als Grundlage für eine nachhaltige, ressourcenschonende Entnahme-Methodik
  • Künftig: Entnahme von Wasserpest-Pflanzen jeweils im Frühjahr und im Herbst
  • Montage von Informations-Schildern im Bereich Parkplatz, Ludlalm und Schießhütte
  • Laufende Dokumentation und Evaluation der Entnahme-Maßnahmen
  • Benützungsverbot von Stand-up-Paddles, Schlauchboote udgl. im Prebersee

 

Die schmalblättrige Wasserpest (Elodea nuttallii) ist eine natürlich vorkommende Unterwasserpflanze und stellt keine Gefahr für die Gesundheit von Badegästen oder Tieren dar. Das Baden im Prebersee ist weiterhin möglich! In einzelnen Uferbereichen kann die stärkere Vegetation jedoch das Schwimmen etwas beeinträchtigen. 

 

Nach dem Probelauf im August werden nach Vorliegen der erforderlichen Bewilligungen heuer im Herbst gezielte Entnahmemaßnahmen (manuelle Entnahme einschließlich Wurzelwerk mittels Rechen, geplant ist auch der Einsatz von Tauchern) erfolgen. Diese Arbeiten werden unter fachlicher Begleitung durchgeführt und laufend dokumentiert und evaluiert. Aufgrund der sensiblen Gegebenheiten wird speziell auf die naturschutzrechtlichen Auflagen sowie fachgerechte Entsorgung des entnommenen Materials Bedacht genommen.

 

„Der Prebersee ist eines unserer wertvollsten Naturjuwele. Deshalb handeln wir jetzt gemeinsam, vorausschauend und auf Basis wissenschaftlicher Empfehlungen. Unser Ziel ist klar: Die Ausbreitung der Wasserpest einzudämmen und den einzigartigen Charakter des Prebersees langfristig zu sichern.“

Bürgermeister Wolfgang Pfeifenberger

 

„Nur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, können wir den Prebersee nachhaltig schützen. Die hervorragende Zusammenarbeit innerhalb der Arbeitsgruppe zeigt, dass wir gemeinsam Verantwortung für unsere einzigartige Natur übernehmen. Leider werden wir die Wasserpest im Prebersee nicht mehr vollständig loswerden.“

Vizebürgermeister Eduard Egger

 

„Ziel ist die Reduzierung der Bestände dieser gebietsfremden Wasserpflanzenart, um die ökologische Funktionsfähigkeit des Gewässers sowie die naturschutzfachlich wertvollen Lebensräume im Prebersee langfristig zu erhalten. Eine Beeinträchtigung der im See vorkommenden ökologisch bedeutsamen Tierarten, insbesondere der Fisch- und Edelkrebsbestände, soll vermieden werden.“

Ing. Roman Siller, Österreichische Bundesforste AG

 

Wichtige Informationen auf einen Blick:

  • Die Wasserpest ist nicht giftig und für Menschen ungefährlich.
  • Das Baden im Prebersee ist weiterhin möglich.
  • Die Pflanze profitiert von warmen Temperaturen und guten Wachstumsbedingungen.
  • Die Entwicklung wird gemeinsam mit den zuständigen Fachstellen laufend überwacht.
  • Eigenmächtige Entfernungen der Wasserpest-Pflanzen sind aus naturschutzfachlichen Gründen zu unterlassen.


Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung beim Schutz unseres wertvollen Naturjuwels!


Arbeitsgruppe Wasserpest

Arbeitsgruppensitzung (Bild: Marktgemeinde Tamsweg)


Wasserpest Prebersee

Wasserpest im Prebersee (Bild: Vbgm Eduard Egger)